Samstag, 23. Juli 2011

Langfristig investieren - aber nicht zu langfristig

Das man eine Immobilie in München, nicht gleich nach 2 oder 3 Jahren wieder verkauft sollte, ist den meisten wohl klar. Alleine um die Kauferwerbsnebenkosten und mögliche (meist unvermeidliche) Maklergebühren wieder reinzuholen (8,57%) muss man - wenn es gut läuft - 2-3 Jahre warten. Erst im 4. oder 5. Jahr fängt man dann langsam an einen kleinen Gewinn zu machen bzw. eine Wertsteigerung mit der Inflation zu erreichen.

Was aber ist mit langfristigen Anlagen? Wenn beispielsweiser ein 30-jähriger etwas kaufen/abbezahlen möchte, um dann in 30 oder 40 Jahren eine zusätzliche Rente zu beziehen?

Aktuell könnte es noch ganz knapp funktionieren - aber wenn man sich die demographische Entwicklung in München anschaut, wird es in 20 Jahren zu einer Ausdünnung der Bevölkerung kommen - insbesondere weil viele ältere dann wegsterben.

D.h. ab 2030 haben die Käufer wieder die Qual der Wahl - dann werden Verkäufer es schwer haben, die sich in Zeiten von Immobilienmangel eine Immobilie mit Haken haben andrehen lassen, weil es sonst keine anderen Immobilien mehr gab.

Immobilien mit Haken sind beispielsweise:


  • Immobilien an Zuggleisen und stark befahrenen Strassen
  • Immobilien gegenüber oder neben hässlichen Gebäuden
  • Wohnungen ab dem zweiten Stock ohne Aufzug
  • schlecht geschnittene Wohnungen
  • hässliche Immobilien (alles was kein Altbau ist?)
Eine Immobilie in der Münchner Altstadt wäre da die beste Wahl - allerdings ist hier meistens die Mietrendite extrem schlecht (~1%) - und daher meistens nur für Immobilienliebhaber interessant, die keine Fremdkapital benötigen und generell eher an der Sicherung ihren Vermögens interessiert sind, nicht an der Vermehrung des Geldes.

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