Mittwoch, 18. Dezember 2013

Auch die Stadt München kann Makler nicht leiden...

Auf der Internetseite der Stadt München - im Immobilien Bereich unter:

http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kommunalreferat/immobilien/suche.html

habe ich gerade eben gelesen, dass auch Immobilien zum Erwerb gesucht werden.

Besonders sympathisch dabei der Satz:

" Maklerprovisionen werden grundsätzlich nicht bezahlt."

Das coole an der Formulierung:

  1. dass es auf einem Grundsatz beruht ("Makler sind überflüssig?")
  2. [...] werden nicht bezahlt - d.h. unabhängig davon, ob ein Makler der Meinung ist, dass die Provision zusteht oder nicht.

Immobilien zum Kauf

Die Landeshauptstadt München sucht laufend Grundstücke, bevorzugt innerhalb des Stadtgebiets, als Vorratsflächen und zur Realisierung von städtischen Projekten.
Es werden Grundstücke für Schulen, Kindertagesstätten, Wohnungsbau, Gewerbeförderung, Grünflächen und ökologische Ausgleichsflächen benötigt sowie Grundstücke, die langfristig entwickelbar sind.
Die Landeshauptstadt München ist ein zuverlässiger Vertragspartner mit großer Kompetenz im Immobilienbereich und einer hohen Bonität.
Hinweis: Maklerprovisionen werden grundsätzlich nicht bezahlt.

Donnerstag, 28. November 2013

Der Koalitionsvertrag und das Thema Maklerprovision / Bestellerprinzip

Viele haben gespannt auf den genauen Wortlaut des Koalitionsvertrags bezüglich dem Thema "Maklerprovision" und "Bestellerprinzip" gewartet...

Hier ist der entsprechende Ausschnitt im Wortlaut aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD:


Für Maklerleistungen wollen wir klare bundeseinheitliche Rahmenbedingungen und ebenso Qualitätssicherung erreichen. Vermieter und Mieter sollen weiter als Auftraggeber auftreten können. Dabei gilt das marktwirtschaftliche Prinzip: wer bestellt, der bezahlt. Wir wollen im Maklerrecht Anreize für eine bessere Beratung des Verbrauchers beim Immobilienerwerb schaffen. Hierzu streben wir als weitere Option des Verbrauchers eine erfolgsunabhängige Honorierung entsprechend dem Beratungsaufwand an. Zudem wollen wir einen Sachkundenachweis einführen und Standards aus anderen Beratungsberufen auf das Maklergewerbe übertragen. Wir werden berufliche Mindestanforderungen und Pflichtversicherungen für Wohnungsverwalter und Immobilienmakler verankern.

Inwieweit dies in der Gesetzgebung dann Anwendung findet bleibt spannend.

Sehr gut ist zumindest schon mal:

  • daß das Thema Maklerprovision in dieser Detailtiefe überhaupt in so ein Papier Einzug erhalten hat - damit sieht man, dass es ein Thema mit einem gewissen Umsetzungszwang ist - ich halte es persönlich für unwahrscheinlich, dass das Thema komplett untergehen wird
  • "Wer bestellt zahlt" - ist eindeutig
  • bessere Beratung: bisher beraten Makler so gut wie nie - aus Angst verklagt zu werden oder die Provision zurückzahlen zu müssen
  • Sachundenachweis: wird zwar nicht alle Vollidioten aus dem Maklerberuf entfernen - aber zumindest die allergrößten Schwachköpfe aus Mangel an Qualifikation aus dem Beruf treiben
  • Pflichtversicherungen: d.h. ein Makler kann auch haften - es würde ja die Versicherung zahlen. Weiterhin wird die Versicherung zusätzlich noch Druck auf Qualifikationen ausüben und Fehler "bestrafen", in dem die Versicherungskosten steigen, wenn ein Makler grob fahrläsig handelt oder einfach keine vernünftigen Qualifikationen nachweisen kann

Montag, 25. November 2013

Abschaffung der Maklerprovision - Stand der Dinge

Die Makler hat es bisher gefreut - Millionen von Leute in den letzten Dekaden mussten allerdings darunter leiden und insgesamt nutzlose Milliarden bezahlen: die Maklerprovision.

Die Maklerprovision war schon immer Mietern und Käufern ein Dorn im Auge - insbesondere in Deutschland wo praktisch jeder ohne Qualifizierung, Schulabschluss / Ausbildung oder auch nur einem Hauch von Ahnung von Irgendwas als Immobilienmakler arbeiten darf. In der Praxis haftet ein Makler auch meist für nichts - und kann sich immer aus der Affaire schleichen ("Die Angaben habe ich so vom Verkäufer / Vermieter bekommen", "Das wusste ich nicht"...). Selbst Besichtigungen führen manche Makler nicht mal durch - und wollen dennoch allein durch das Zusenden von unangeforderten Exposées per Email eine "Nachweisprovision" sichen - und ziehen zur Not auch mal vor Gericht und lassen nichts unversucht....

Aber, ist es denn sicher, dass die Maklerprovision abgeschafft wird? Wenn ja, ab wann tritt das neue Gesetz in Kraft?

Aktuell (Stand 25.11.2013) ist dies Teil des "Pakets für bezahlbares Wohnen" das als Bestandteil des  Koalitionsvertrags zwischen CDU/CSU und der SPD - und damit bereits in trockenen Tüchern. Künftig soll die Maklerprovision bei Mietern und Käufern nur noch nach dem sogenannten "Bestellerprinzp" bezahlt werden.


Natürlich gefällt dies der Makler/Immobilien Lobby überhaupt nicht - weshalb hier noch fleissig Propaganda gemacht wird - und mit viel Energie und Spenden versucht wird, das ganz noch zu Fall zu bekommen.

Der IVD "Verein" schreibt in eine Stellungnahme beispielsweis, der neue Gesetzesvorschlag würde in die Vertragsfreiheit eingreifen. Eine Vertragsfreiheit wäre es dann, wenn man als Käufer ohne lange Gerichtsprozesse selbst entscheiden kann, ob man einen Makler zum Kauf einer Immobilie wünscht oder nicht - und nicht beispielsweise ein Exposée per Email unaufgefordert zugesandt bekommt - und sich Makler vor Gericht versuchen, eine Nachweisprovision durchzusetzen.

Soll die Gesetzesänderung nur für Mieter gelten oder auch für Vermieter?

Leider ist die öffentlich-rechtliche Berichterstattung auch nicht immer so, wie man es sich wünscht - und es wird nur weitergereicht, was andere bereits geschrieben haben. Die Tagesschau hat beispielsweise nur die Provision für Mieter erwähnt:

http://www.tagesschau.de/inland/mietpreisbremse100.html

und sich nicht die Mühe gemacht, hier etwas genauer nachforschen.

Fakt ist: bis heute ist noch kein Gesetz verabschiedet - die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch, dass es eine entsprechende Gesetzesänderung geben wird - wenn auch möglicherweise in abgemildeter Form.

Ein weiterer Teil des Pakets ist die "Mietpreisbremse" - die allerdings nicht zu Ende gedacht wurde - nicht mal vom Rat der Weisen (Rat der Doofen?). Hier soll durch eine Beschränkung der Mietpreise bei Neuvermietung, ein direkter politischer Einfluss auf die Mieten genommen werden. Abgesehen davon, dass das Verfassungsgericht hier auch noch etwas mitreden muss, hier kurz die Punkte an die offenbar niemand gedacht hat:

- bei Vermietung an WGs oder möblierter Vermietung einzelner Zimmer, gilt die Beschränkung nicht - dies würde nur dazu führen, dass beliebte Wohnungen in Innenstädten nur noch an WGs vergeben werden, nicht mehr an Familien

- die Nebenkosten sind bereits in vielen Städten mit keinen extremen Mieten wie in München genau so hoch wie die Miete selbst. Die Nebenkosten werden direkt von der Politik beeinflusst: durch die Kopplung von Öl und Gaspreisen. Ohne diese Kopplung wären schlagartig die Nebenkosten für alle geringer - hier wäre jedem direkt und schneller geholfen

- hohe Mieten sind keine lokalen Probleme in München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin - sondern ein bundesweiter Effekt falscher Politik. Arbeitsplätze fehlen an vielen Orten - nur dadurch gibt es ein Wirtschaftswachstum in Städten wie München - da die Menschen wegen dem Job umziehene und in ihrer Gegend keinen Job finden. Würde sich die Wirtschafts gleichmässiger im Land verteilen, gäbe es absolut kein Problem mehr mit zu hohen Mieten. Auch würde das Zubauen von wertvollem Ackerland und Gründflächen endlich ein Ende haben. Es kann nicht sein, dass trotz Bevölkerungsschwund jeden Tag mehrere Fussballfelder-große Ackerflächen für den Bau von Immobilien geopfert werden. Neubau sollte sinnvollerweise nur noch durch Abriß von Bestandsimmobilien erfolgen - nicht mehr in der grünen Wiese, wenn gleichzeitig an anderer Stelle leerstehende Gebäude verroten.

Im Hamburger Abendblatt war heute ein interessanter Artikel zum Thema Maklerprovision: Über 2 Maklerinnen die bereits heute auf die unmoralische Provision von Käufern verzichten - und dies als eine Dienstleistung nach Aufwand dem Verkäufer in Rechnung stellen:

http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article121783871/Beim-Hauskauf-faellt-die-Maklerprovision-weg.html

So eine Vorgehen kann nur begrüsst werden.

Freitag, 4. Oktober 2013

In den USA keine neue Hypotheken wegen Budgetkrise

Da die US Steuerbehörde IRS als Folge des Shutdown zum Großteil in den Zwangsurlaub geschickt wurde, werden vorerst keine neuen Hypothekenanträge vorerstbearbeitet. 

Wer jetzt ohne Finanzierung in den USA eine Immobilie erwerben will hat sehr gute Karten - und einen entscheidenen Kaufvorteil gegenüber von anderen Interessenten.

Das ganze ist natürlich eine Bremse für US-Konsum und der wichtige Häusermarkt könnte Opfer einer längeren Blockade der Regierung der USA in Washington werden.

Zuletzte sind dort die Immobilienpreise im letzten Jahr über 12% angesteigen - so rasant wie seit 2006 nicht mehr.

Mal schauen, wie es weitergeht....

Freitag, 9. August 2013

"München in schwindelerregenden Höhen"

"München in schwindelerregenden Höhen“ – schreibt das Marktforschungsinstitut BulwienGesa in seinem aktuellem Bericht über die Immobilienpreise in München.

Nach Erkenntnissen der Expoerten stiegen die Preise für neue Eigentumswohnungen in München um bis zu 25%.


Wenn auch die Bundesbank angeblich noch keine Blase am deutschen Immobilienmarkt erkennen kann,  wird der grüne Finanzpolitiker Gerhard Schick dieser eine Verharmlosung vor. Er sieht definitiv bereits den Anfang einer Blasenbildunng in Ballungszentren.. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, da die Blase noch sehr jung sei und gebremst werden könnte (auch wenn Beispiele in anderen Ländern zeigen, dass versuche der Einmischung oft das Gegenteil bewirkt haben!)



Hauptgrund für die Immobilienblase sei die europäische Finanzkrise und Niedrigzinspolitik:



"Wenn ein Kreditnehmer seine Hypothek in 30 Jahren abbezahlen will, er 1 000 Euro monatliche Belastung tragen kann und die Zinsen fünf Prozent betragen, kann er einen Kredit von 185 000 Euro bedienen. Wenn die Zinsen auf 2,5 Prozent sinken, kann er bei gleicher monatlicher Belastung einen Kredit von 250 000 Euro aufnehmen."


Was interessiert allerdings ganz Europa der Deutsche Immobilienmarkt? Und vor allem warum sollte Europa wegen 2 oder 3 Makro-Problemen in einzelnen Städten in Deutschland so etwas gravierendes wie Zinsen ändern  - und damit direkt einen Einfluß auf Millionen anderer Menschen nehmen?

Zitat des Grünen Politikers:

„Vor einigen Jahren hätte man nie Immobilien erworben, wenn diese nicht wenigstens acht Prozent Rendite abgeworfen hätten“, sagt der Grünen-Finanzpolitiker. „Heute akzeptieren viele eine Rendite um die null Prozent, weil sie meinen, andere Alternativen seien noch schlechter.“


Wen wundert es? Damals gab es auch noch 8% auf dem Sparkonto.

Immobilien sind nicht eine schlechter Anlageform geworden, sondern das Geld verliert nicht mehr so schnell an Wert.

Mir persönlich sind niedrige Zinsen lieber...dann steht man nicht unter Druck, das Geld zu hohen Zinsen anlegen zu müssen, um die Verluste zu begrenzen. Hohe Zinsen bedeutet auch immer eine hohe Inflation. Auch sind mir niedrige Hypothekenzinsen lieber als Hypothekenzinsen im zweistelligen Bereich wie vor 20 oder 30 Jahren.

Die naiven Vorschläge des Grünen Politikers im Kampf gegen die hohen Immobilienpreise in München (Berlin, Hamburg...) sind:

- Kapitalflucht aus den Krisenländern zu stoppen (die sind doch schon alle geflüchtet!!!)

- eine Bankenunion und Schuldentilgungspaket (konkreter geht es offenbar nicht)

- die gute alte Vermögensabgabe

- Regulierung von Immobilienkrediten (aber was ist mit München? Hier finanzieren die wenigsten - die haben das Geld so herumliegen)

Eigentlich ist doch alles total einfach:

Der Grund für die steigenden Immobilien/Mietpreise in Ballungsräumen sind die fallenden Immobilien/Mietpreise in der Pampa bzw. die Verlagerung und Konzentration der Einwohner....und das Angebot wird bekanntlich mit steigender Nachfrage kleiner und die Prese steigen.

Wichtiger wäre es Arbeisplätze aus den Ballungsräumen zurückzuverlagern...dann entspannt sich auch sehr schnell der Immobilienmarkt in den Ballungsräumen.

Montag, 22. Juli 2013

München ist dritt-teuerste Stadt Europas

Nach aktuellen Artikeln im ManagerMagazin, Hamburger Abendblatt, der Welt und einigen anderen Zeitungen/Zeitschriften ist München an Stelle Nummer 3 der teuersten Immobilien in Europa.

http://www.manager-magazin.de/finanzen/immobilien/muenchen-zaehlt-zu-teuersten-staedten-europas-a-906977.html

http://www.abendblatt.de/ratgeber/wohnen/article117525728/Muenchen-nach-Paris-und-London-am-teuersten.html

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article13515348/In-Paris-steigen-Immobilienpreise-auf-Rekordniveau.html


Fast alle berichten hierbei von folgenden Durchschnittpreisen:

London: 10,000 Euro
Paris: 8,500 Euro
München 5,000 Euro

Im Endeffekt vergleicht man allerdings hierbei Äpfel mit Birnen, denn:

- London und Paris haben einen wesentlich größeren Speckgürtel als München. Im Speckgürtel sinken die Preise sehr schnell ab. Die Höchstpreise sind nur im Zentrum.

In München sind die Höchstpreise zwar auch im Zentrum - aber der Unterschied zu den Außenbezirken ist nicht so gravierend. Im Münchner Zentrum wird jedenfalls nur sehr selten etwas verkauft, was natürlich auch die Statistiken verfälscht

Da Paris und London größer sind, gibt es selbst im Zentrum für das entsprechende Kleingeld regelmäßig auch Immobilien zu kaufen. In München sind viele Immobilien im Zentrum "Karteileichen", die sich nur sehr schwer verkaufen (aufgrund der überhöhten Preisvorstellungen und aus Mangel an alternativen Angeboten).

Der Standard:

Wer sich für ein paar Millionen eine kleine Wohnung in Paris oder London kauft, hat meist eine Immobilie in einem schlechten Zustand, was sanitäre Anlagen, Fenster, Heizungen oder energetische Standards angeht. Hingehen wirkt eine Münchner Hart IV Wohnung von der Ausstattung und vom Baustandard wie eine Luxuswohnung in London oder Paris.

Die Nebenkosten:

Wer sich beispielsweise in London ein Haus kauft - zahlt nicht nur hohe Counsil Tax - sondern oft auch zusätzlich zu den Nebenkosten eine hohe Service charge. Der Unterschied zwischen besitzen und mieten wird immer kleiner

Mittwoch, 12. Juni 2013

"The Seven" Wohnungen werden (wieder?) verkauft!

Die Luxussanierung des Münchner Heizkraftwerks in der Münchner Innenstadt in der Müllerstrasse 7 ist weitgehend abgeschlossen - und schon sind bei Immoscout Wohnungen zu finden.

Ob hier die ursprünglichen Käufer ihre Wohnungen wieder abstoßen wollen, bevor die Zinsen wieder steigen? Oder hatte die Baufirma ein paar Objekte bis zur Fertigstellung zurückgehalten?

Oder sind die Käufer in Geldprobleme gekommen (wen würde es wundern) und sind zum Kauf gezwungen?

Die angebotenen Wohnungen kosten jedenfalls nur die Hälfte der teuersten Wohnung München (und zwar war das die Dachgeschosswohnung im Seven Tower) - hier hatte die Wohnung 20,000 Euro / Quadratmeter gekostet.

VORANKÜNDIGUNG - THE SEVEN - Geniale 2 Zimmerwohnung im Tower!

ObjektbildGrundriss
Kaufpreis:
1.049.000 EUR
Wohnfläche:
95 m²
Zimmer:
2
    Müllerstrasse 7, Altstadt, München (0,47 km)

     VORANKÜNDIGUNG - "THE SEVEN" 3 Zimmerwohnung im Atrium!

    ObjektbildGrundriss
    Kaufpreis:
    989.000 EUR
    Wohnfläche:
    115 m²
    Zimmer:
    3
    • Balkon
    •  
    • Garten
    Müllerstrasse 7, Altstadt, München (0,47 km)

    Mittwoch, 29. Mai 2013

    Der Münchner Immobilienmarkt verliert an Dynamik

    Wenn man sich in den gängigen Immobilienportalen umschaut - und die Entwicklung verfolgt, ist folgendes feststellbar:


    • Immobilien brauchen in München nun länger, bis Sie verkauft sind
    • Immobilien mit zu hohen Kaufpreisen sind - sofern der Verkäufer nicht nachgibt - zu Ladenhütern geworden - und der Verkäufer braucht viel Geduld und Glück, bis er die Immobilien zu dem gewünschten Preis verkaufen kann
    • das Angebot ist dennoch nicht größer geworden: wer eine Immobilie hat - verkauft normalerweise auch nicht mehr
    • das Angebot von guten Immobilien in guten Lagen geht gegen Null
    • die Immobilienpreise sind bereits leicht gefallen
    • die Nachfrage nach Immobilien sinkt (z.B. Traffic von Immobilienscout auf alexa.com)
    • fast alle suchen eine Altbau Wohnung
    • keine möchte einen 70er/80er Jahre Bau
    • Neubauten sind den meisten zu teuer - sie werden immer schwerer verkäuflich
    • zahlreiche Neubauten werden trotz des Preisabschlags nicht gekauft, da die Lage/Umgebung nicht passt (sterile Betonbunker Viertel)

    Sonntag, 24. März 2013

    Verschuldung(sbereitschaft) in Großstädten wächst

    Laut Immobilienscout24 bzw. der Finanzierungsanfragen des Baufinanzierungsportals, steigt in den Großstädten die Bereitschaft an, noch größere Finanzierungen zum Kauf einer Immobilie aufzunehmen als zuvor.

    D.h. es wird mit einer sinkenden Eigenkapital Quote und einem sinkenden Verhältnis des Netto Monatseinkommens zur gesamten Darlehenssumme finanziert.

    In München ist beispielsweise ein durchschnittliches Darlehen vom 51-fachen Montslohn zum 71-fachen Monatslohne gestiegen und das Eigenkapital von 23% auf 14% gefallen (wobei meistens 20% von vielen Banken als Mindestsicherheit gefordert werden).

    D.h. ein Durchschnittsverdiener mit 1,800 Euro Netto Lohn, finanziert im Schnitt 127,800 Euro statt wie bisher 91,800 Euro - eine Preisregion in der es in München selbst bei einem 1-Zimmer Appartment schwer wird, etwas zu finden.

    Montag, 4. Februar 2013

    Alle Klagen über steigende Mieten und Immobilienpreise in München

    Alle klagen in München zur Zeit über steigende Immobilienpreise und Mieten...

    Ist das wirklich so?

    Gemessen an der realen Inflation, haben sich in den letzten 30 Jahren die Immobilienpreise und Mieten selbst in München nicht über-inflationär verändert - eher noch unterhalb der Inflation.

    Obwohl insgesamt das Einkommen schneller als die Mieten gestiegen ist, haben viele dennoch das Problem dass Sie Geldprobleme haben und Mieten nun mal bei den meisten den "größte Batzen" der monatlichen Ausgaben darstellen - wobei viele der Mieter vor 30 Jahren noch keine Miete gezahlt haben und teilweise noch nicht auf der Welt waren um den Vergleich ziehen zu können...

    Auch die "Erschwinglichkeit" von Wohneigentum hat sich eigentlich gebessert - bedenkt man, dass die Hypothekenzinsen auch schon mal über 10% waren und heute (z.B. bei 10 jährige Zinsbindung) eher im Bereich von 2,5% liegen.

    Wesentlich kritische finde ich persönlich die Preisentwicklung im allgemeinen:

    Beispiel Spritpreise:

    - 2002 hat 1 Liter Diesel noch weniger als 80 Cent gekostet - heute liegt der oft bei 1,50 Euro
    - der Austausch einer Gastherme mit Material, Lieferung & Einbau hat 1996 noch 4,500 DM gekostet, heute sind es 6,500 Euro

    etc..

    Wer heute einen Kleiderschrank von einem Schreiner braucht, muss ein paar tausend Euro hinlegen - selbst aus dem billigsten Holz.

    Wer sein Bad renovieren möchte, ist selbst bei den billigsten Elementen (in München) schnell mit 10,000 Euro dabei - und das ist immer noch nicht mal halbwegs ein Luxusbad

    ... und wer eine Sicherung vom Elektriker getauscht haben will, ist schnell 120 Euro los.

    Das sind alles die Folgen der Zinsen - jeder möchte hohe Zinsen und sein Geld ohne Arbeit vermehren. Was aber die meisten dabei vergessen: mit hohen Zinsen wird auch alles teuerer.

    D.h. man hat keinen "Gewinn" wenn man sein Geld "gut verzinst" spart - man hat nur maximal keinen Verlust, da zeitgleich auch alles teurer wird.


    Montag, 7. Januar 2013

    Kann man die Maklerprovision wieder zurückverlangen?

    Vor kurzem hatte ich eine Immobilie erworben - und musste ca. 15,000 Euro an Maklerprovision zahlen.

    Im Nachhinein denke ich mir: Moment - 15,000 Euro ist viel Geld - das würde ich viel lieber für etwas anderes ausgeben...

    Ich habe das Gefühl, dass 15,000 Euro + 15,000 Euro von der Verkäuferseite insgesamt ein sehr hoher Preis für eine recht schnelle und umkomplizierte "Vermittlung" einer Immobilie darstellen.

    Um genau zu sein, finde ich die Maklerprovision eindeutig zu hoch und sowieso unmoralisch. Das alleine, wird den Makler sicher nicht davon überzeugen, die Maklerprovision zurückzuzahlen - was also tun?

    Im ersten Schritt sollte ich dieses Gefühl "abgezockt" worden zu sein, juristisch etwas untermauern und mit möglichst viele Paragraphen untermauen - das Vertrauen in unseren Rechtsstaat ist zumindest da.

    Wenn mir mein Bauch sagt - es war falsch, dass ein Maklerschnösel für wenige Stunden Arbeit eine so hohe Summe bekommt, muss es auch zahlreiche rechtliche Grundlagen geben, das ganze zu einem juristischen Erfolg zu führen...

    Wichtig ist dabei folgendes genau zu analysieren:

    - was ist eine Maklerprovision und für was ist sie ursprünglich gedacht?
    - was sagt das BGB zur Maklerprovision?
    - was lief bei der Vermittlung nicht so gut und war nicht in meinem Interesse?
    - was gibt es im Nachhinein für "Probleme" mit dem Objekt, die der Makler hätte sagen können?
    - wie sieht es mit rechtlich damit aus, dass Makler für Verkäufer und Käufer gleichzeitig tätog war?
    - was hat der Makler - neben dem vielen sinnlosen Gewäsch - an wichtigen Falschaussagen bei der Besichtigung gemacht?
    - hat der Makler irgendwas verschwiegen?
    - hat der Makler irgendwas falsches erzählt oder gar gelogen?

    Zu all diesen Fragen, werde ich mir in den nächsten Tagen/Wochen ausführliche Gedanken machen. Mal schauen, vielleicht klappt ja das Projekt "Maklerprovision zurückverlangen" am Ende doch.....

    Und wenn ich schon dabei bin: die Grunderwebssteuer ist mir auch ein Dorn im Auge.
    Morgen werde ich mal meinen Steuerberater konsultieren, inwieweit ich hier vom Finanzamt Geld zurückfordern kann - oder eventuell sogar eine Erstattung bekomme. Schliesslich handelt es sich um ein Einzeldenkmal und so ein Kauf ist schliesslich auch ein Beitrag zum Erhalt der Geschichte & Kultur...