Posts mit dem Label Immoscout werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Immoscout werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. Januar 2018

Immobilienscout vs. Immowelt - was ist besser?

Die zwei größten Immobilienportale in Deutschland sind Immobiliensout24 und Immowelt.

Möchte man nicht auf beiden Portalen inserieren, stellt sich natürlich die Frage, auf welchem Portal es sich am meisten lohnt. Wo ist das Preis/Leistungsverhältnis besser?

Unterschiede Immobilienscout vs. Immowelt

Die Unterschiede zwischen Immobilienscout und Immowelt sind:

  • Immowelt ist in ländlichen Regionen eher vertreten
  • Immowelt kooperiert mit Zeitungsportalen
  • Immobilienscout hat insgesamt als Webseite eine höhere Reichweite, aber unter Berücksichtigung der Partnerportale vermutlich Immowelt 
  • Immobilienscout arbeitet per Rechnung - die man leicht übersieht - und man hat schnell eine Mahnung am Hals  - ist das so gewollt?
  • bei Immowelt wird vor dem Freischalten der Anzeige direkt bezahlt und hat danach keinen Ärger
  • bei Immoscout wird de Anzeige automatisch verlängert - man muss die Anzeige also am letztem Tag bis  Mitternacht deaktivieren, sonst kommt noch eine Rechnung inklusive Mahnung ins Haus
  • Immobilienscout hat ein größeres Problem mit Spammern und Scammern
  • Immobilienscout ist ein Spam Paradies für Makler
  • Immobilienscout hat keine neutralen Maklerbewertungen, da sich die Makler die Kunden für die Bewertung aussuchen können - und auch nicht jeder Interessent erhält einen Bewertungslink
  • die Benutzeroberfläche von Immowelt ist einfacher und übersichtlicher

Der Praxistest

Ergebnisse einer Anzeige in München bei Immoscout

Bei einem Praxistest in München hat sich bei einem Inserat zum Verkauf einer Immobilie, folgendes ergeben: ca. 27 Anfragen, davon 20 Makler, 5 Privatpersonen, die am Ende auch Makler waren sowie 2 echte Interessenten - von denen beide am Ende kein zu großes Interesse hatten. Jede zweite Email landete im Spam Ordner. Die Makleranfragen kamen relativ zeitnah, nach der Freischaltung - ein paar Makler spezialisierten sich auf das zuspammen ganz am Ende. Meistens die gleiche Masche "wir haben Kunden mit einem sehr großen Interesse an dem Objekt" (natürlich erfunden)

Ergebnisse einer Anzeige in München bei Immowelt

Insgesamt 4 Antworten in den ersten Stunden, danach erstmal keine neuen Antworten. Unter den 4 Antworten kein Makler(!) - und 3 Interessenten mit einem sehr großen Interesse.

 

 

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Pünktlich zu Weihnachten: Vermehrt Betrüger auf Immobilienscout24

Wer eine Anzeige auf Immobilienscout24 aufgibt - oder auf ein sehr interessantes/günstiges Angebot antworter, bekommt häufig neben einer Unmenge von Makler Spam, sehr verdächtige Emails  - meist auf Englisch - bei denen man sehr vorsichtig sein sollte.

Hier ein aktuelles Beispiel:

Hello Dear ,


How are you and your family today, I pray you are all safe and good. I want to thank you so much for the response on your property and I wish to let you know that I am sincerely interested in your property and I am surely taking the property on your price and I am hoping as well that we can work together on a better and higher platform considering my relocation to your country, I sincerely want to trust you. I am a war veteran with the NATO troop in Afghanistan, on war against terrorism. I served in the 1st Armored Division in Baghdad Iraq and now serving in Afghanistan.


I will need this property for my private purposes as i will be relocating to your country for my retirements, this is why i contacted you so that we can put head together towards my plan to invest in your country. As a result of this, it will be important for me to reveal to you that I have in my possession the sum of €7.2 million. which i got during our raid on terrorism in Kabul Afghanistan. and as soon as I hear from you of your reassurance to assist me then I will communicate for the delivery.

I have this money stored somewhere very safe in our camp in Kabul Afghanistan waiting for a moment like this to put the money in good use and now I want the box moved without delay. I have a very profitable investment plans on hand. I cannot move this money to the United States because I will be in your country for about 5 years, so I need someone I could trust. If you accept, I will transfer the money to your country where you will be the beneficiary because I am currently settling some scores with the pentagon so I cannot be parading such an amount so I need to present someone as the beneficiary.. I am an American and an intelligence officer for that so I have a 100% authentic means of transferring the money out of here through diplomatic courier service. I just need your acceptance and all is done.


Please if you are interested to help me in this transaction I will give to you the complete details you need for us to carry out this transaction successfully. I decided to find someone that is real and not imaginary and that is why I went to a secured site where I can be sure that the person is real. I believe I can trust you. Right now i am very careful with the way i communicate so as to avoid any kind of risk until this money is finally in your care. i shall be communicating to you through email and would also give you a call when it is necessary to inform you on any important information. I want you to be brave as i have everything under control. I have every proof of this fund in my possession to show you that everything is authentic.


If you are not interested do not reply to this email and please delete this message, if no response after 3 days I will then search for someone else. I am doing this on trust, so i would want you to put aside any act of greed or the thought of cheating as we have a lot to gain in this business relationship. €7.2 million is a lot of money which is the dream of anyone. I am in Afghanistan right now and need to secure this money and send it to you if we reach a proper agreement. I am writing you from a fresh private email address, please delete this message if you are not interested in working with me.


I wait for your contact details so we can go on. In less than 5 days the fund should have been transferred to you and I will come over for my money. I will give to you 20% of the sum and 80% is for me. I hope I am been fair on this deal.

Regards,
Captain Norman Joe
Interessent dieser Immobilie
Herr
Norman Joe

01807794022

oder auch Emails, die auf Englisch fragen: "I am interested in your offer - what is your best price?" - ähnliche Texte wie man oft auch vom Autoverkauf bei mobile.de kennt.

Hier sollte man möglichst nicht antworten - und nach Möglichkeit die Nachricht melden.

Auch sollte man niemals im Vorfeld Geld überweisen oder auf sonstige Betrügereien hereinfallen.

Sonntag, 24. März 2013

Verschuldung(sbereitschaft) in Großstädten wächst

Laut Immobilienscout24 bzw. der Finanzierungsanfragen des Baufinanzierungsportals, steigt in den Großstädten die Bereitschaft an, noch größere Finanzierungen zum Kauf einer Immobilie aufzunehmen als zuvor.

D.h. es wird mit einer sinkenden Eigenkapital Quote und einem sinkenden Verhältnis des Netto Monatseinkommens zur gesamten Darlehenssumme finanziert.

In München ist beispielsweise ein durchschnittliches Darlehen vom 51-fachen Montslohn zum 71-fachen Monatslohne gestiegen und das Eigenkapital von 23% auf 14% gefallen (wobei meistens 20% von vielen Banken als Mindestsicherheit gefordert werden).

D.h. ein Durchschnittsverdiener mit 1,800 Euro Netto Lohn, finanziert im Schnitt 127,800 Euro statt wie bisher 91,800 Euro - eine Preisregion in der es in München selbst bei einem 1-Zimmer Appartment schwer wird, etwas zu finden.

Dienstag, 29. Mai 2012

Und ewig grüßt ein Immobilienscout Betrüger...

Da dachte man, Immobilienscout24 hätte seine Scam Probleme im Griff, bekommt man mal wieder eine entsprechende Email:

Xenia Vetter <xenia.vetter3@hotmail.com> 



Hello,

I bought the apartment for my daughter, during his studies in Germany. Then she returned to Grecee permanently, so I rent my house for an indefinite period. We rented our house with the Escrow Agency (well known and trusted) for the last two years. Until today, we had two tenants, easily and without any problems.

Since my daughter left Germany, nobody is there to take care about renting it so I will just send you the keys and contract using Escrow Agency . They will act as a third party in our transaction.

I hope it's OK with you, since this is the only reliable option.


Sincerely,
Xenia


Und weil es so lustig ist, schreibe wir doch mal zurück...mit

"This is very, very good my friend."


Mal schauen was zurückkommt....

Sonntag, 15. April 2012

Immoscout wird mit Rodenstock Garten Wohnungen überflutet...

Wer bei Immoscout derzeit eine Suche nach Eigentumswohnungen im PLZ Bereich 80469 durchführt, wird bemerken, dass man zum Großteil Wohnungen des zukünftigen Rodenstock Gartens vorfindet. Böse Menschen würden sagen "Immoscout wird mit Rodenstock Immobilien zugespammt".

Scheinbar gibt die Baywobau inzwischen etwas mehr Gas in der Vermarktung von...nun ja - *nichts*.

Oder konkreter: mit der Vermarktung von (noch) nicht existierenden Wohnungen, die angeblich Mitte 2015 mal stehen werden und die - mit Glück - auch den rechtlich unverbindlichen Visualisierungen entsprechen werden.

Wohnfläche: 136,6 m²
Zimmer: 5
Kaufpreis: 899.900 EUR

Im Juni soll das Areal platt gemacht werden - noch wird aber dort gearbeitet und das Gebäude sieht noch nicht besonders verlassen aus. Wird der Abriss denn erst durchgeführt, wenn eine gewissen Anzahl von (virtuellen) Immobilien durch den Vorverkauf veräußert wurden? Und wo sollen die ganzen Millionäre herkommen, die eine solche Immobilie einem schönen Altbau vorziehen?

Der Kaufpreis kann einem schon Kopfschmerzen verursachen - und Bauchschmerzen der Gedanke daran, dass im Grundbuch die Bayrische Landesbank steht - Fingers-crossed, dass man am Ende nicht mit einer Erbpacht Immobilie aus dem Deal herausgeht, die per Definition weniger als die Hälfte wert ist.

Aber auch so, ist der Kaufpreis ein stolzes Sümmchen. Bei so einer Wohnungen kommen dann noch 2 Tiefgaragenstellplätze hinzu und schon ist man bei 950,000 Euro. Auch sind es keine Einzelstellplätze, sondern reparaturanfällige Quadro-Parker - und morgens steht man nach verlassen der Tiefgarage erstmal im morgentlichen Megastau in der Auenstrasse, der dadurch sicherlich noch wesentlich länger und zäher wird, wenn sich alle paar Minuten ein Porsche Cayenne oder übergroßer anderer SUV in den Stau hineindrängt.

In 3 Jahres wäre rein rechnerisch der Zinsausfall ca. 80,000 Euro. Natürlich ist der Kaufpreis gestaffelt zu zahlen. Steuerlich gesehen kommt noch die Grunderwerbssteuer von 35% des Kaufpreises hinzu, also ca. 50,000 Euro. Im Endeffekt wird aus dem Kaufpreis bis Bezug (oder bis zum Eingang der ersten Miete), schnell eine Millionen - für verhältnismässig wenig Wonfläche von 136,6 Quadratmetern - mit Wänden und Putz eventuell sogar nur noch 135 Quadratmeter ;-)

Nimmt man mal 35% Grundstücksanteil an, wäre der Herstellungspreis der Wohnung 584,935 Euro.
Baut man ein Einfamilienhaus, liegt man bei etwa der Hälfte, um die gleiche Wohnfläche zu erbauen - und als einzelner Häuslebauer zahlt man wesentlich mehr für Handwerksleistungen und Baustoffe als die Baywobau.

Was ich auch nicht verstehe ist der Punkt: 35% des Kaufpreises = Grundstücksanteil.

Eine Wohnung im EG kostet ca. 215,000 Euro weniger - d.h. der Anteil am Grundstücksanteil wäre 140,000 Euro weniger. Allerdings: nach der Teilungserklärung haben alle gleichgroßen Wohnungen im gleichen Gebäudeteil den gleichen Grundstücksanteil.

Eigentlich wäre das mal eine Nachfrage beim Finanzamt bzw. der Landesjustizkasse in Bamberg wert...ich hätte das gerne mal erklärt bekommen.

Sonntag, 25. März 2012

Furcht vor Inflation befeuert die Asset Inflation

Die Angst viele Deutscher vor der Inflation - die immer noch aufgrund der jüngsten Geschichte tief sitzt - führt hauptsächlich in die Investition von Sachwerten und Immobilien.

Der Run auf Immobilien befeuert allerdings direkt die Immobilienpreise - was auch gerne als "Asset Inflation" bezeichnet wird.

Was im Moment mit den Immobilienpreisen in Deutschland passiert, erinnert an die Immobilienblase und die Folgen der Preistreiberei im amerikanischen, spanischen und britischen Immobilienmarkt.

Dabei, tragen Immobilien nicht nur das oben erwähnte Risiko der "Asset Inflation" und der meist darauf folgenden "Asset Deflation" - sondern lauern zahlreiche politische und steuerpolitische Risiken, ist man Besitzer einer Immobilie. 1924 wurde beispielseise die sogenannte Hauszinssteuer, um Vermögensgewinne von Immobilienbesitz abzuschöpfen, eingeführt. Bei der Währungsreform 1948 wurden Reichsmark-Vermögen zwar im Verhältnis 10:1 in D-Mark umgetauscht, Hypotheken allerdings wurden 1:1 umgestellt - wobei davon 10% an den Gläubiger zu zahlen waren, und 90% ans Finanzamt: De facto eine 90% Enteignung.

Selbst wenn man als Selbstnutzer eines Hauses oder einer Wohnung kann einem der Preis nicht egal sein. Denn entweder läuft die Hypothek eines Tages aus und man muss zu wesentlich höheren Zinsen re-finanzieren, oder man muss/will die Immobilie eines Tages wieder verkaufen und man bekommt den ursprünglichen Kaufpreis + Kaufnebenkosten nicht wieder rein.

Eigentlich wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, seine Immobilie zu verkaufen. Laut Planethome, würden aktuell aber nur 15% ihre Immobilie verkaufen, 49% erst zu einem späteren Zeitpunkt und 33% überhaupt nicht / prinzipiell nicht.

Liest man bei den Immobilienscout News Sätze wie z.B. "[...]Seit Jahren wächst die bayerische Landeshauptstadt konstant und belegt damit in Deutschland den Spitzenplatz. Auch für die Zukunft sieht es rosig für die Metropole aus, denn es immer mehr Menschen entdecken München als lebenswerte Stadt mit hohen Löhnen und Gehältern. Der Immobilienmarkt spiegelt das wider, denn auch er wächst kontinuierlich. Vor allem das obere Preissegment ist begehrt und auf Wachstumskurs.[...]" kommt einem das schon fast naiv oder wie Propaganda von Immobilienmaklern vor.
Auch wenn inflationsbereinigt die Mieten in München relativ zu anderen Ausgaben gefallen sind, ist es dennoch so, dass das Segment der Spitzenverdiener klein ist - und bei den meisten Münchner nicht unendlich viel Miete bezahlt werden kann. D.h. obwohl die Immobilienpreise massiv gestiegen sind, können die Mieten nicht in dem Maße und in dieser Geschwindigkeit mitsteigen.

Tatsächlich rütteln die hohen Mieten in München auch schon am Standort München - es kommt recht häufig vor dass Arbeitnehmer in München in andere Städte auswandern, in denen auch mit geringerem Einkommen große und schöne Wohnungen in guter Lage greifbar sind.

Es kann auch gut sein, dass sich viele Immobilienentwickler und Makler aufgrund des eigenen "Reichtums", bereits von der breiten Masse der potentiellen Käufer abgekapselt haben und nur noch im "Luxussegment" denken - und auf kurz oder lang am tatsächlichen Bedarf "vorbeientwicklen".

Samstag, 24. März 2012

Risiko "Rodenstock Garten" - Finger weg?

Auf dem zukünftigen ehemaligen Rodenstock Gelände (noch wird dort gearbeitet...) im beliebten Münchner Dreimühlenviertel - sollen bald ca. 200 Wohnungen im ober(st?)en Preissegment entstehen.

Auch wenn es optisch nicht jedermann's Geschmack ist - stellt sich die Frage: Ist der Rodenstock Garten eine seltene Gelegenheit um an eine einigermaßen anständige Immobilien in guter Lage zu kommen - oder ist das ganze ein stark risiko-behaftetes Projekt ? 

Die Vorteile:

- kompletter Neubau - auf absehbare Zeit keine Renovierungs/Instandhaltungskosten. Das meiste - wird wohl auf Garantie gehen, wenn es Probleme gibt

- im Gegensatz zu Bestandsimmobilien, gibt es nicht die Situation, dass man mit 50 potentiellen Käuferin in einem Raum steht - sondern man hat einen Einzeltermin mit einem Verkäufer und kann es sich "in Ruhe" überlegen - vor allem da die meisten Wohnungen schon seit letztem Jahr zum Verkauf stehen

- keine Provision beim Kaufpreis

- Nur 15% Anzahlung, der Rest nach Baufortschritt

- die Versicherunskammer Bayern  und die Stadtsparkasse München haben dort auch im großen Stil investiert (siehe Nachteile!)

Die Nachteile:

- man kauft die Katze im Sack. Es gibt keine verbindlichen, optischen Visualisierungen. Alle Abbildungen in den Verkaufsprospekten haben keinen "einklagbaren" Charakter. Ob es am Ende wirklich 100% so aussieht, ist nicht sicher. Man kann sich daher wahrscheinlich nur auf die Grundrisse beziehen.

-  noch steht an dieser Stelle ein Bürogebäude - man muss sich drauf verlassen, dass alles bei dem Bau klappt - und man am Ende tatsächlich die gewünschte Wohnung zum gewünschten / versprochenen Preis  beziehen kann

- es muss zwar keine Provision gezahlt werden, aber dafür MUSS man einen TG Stellplatz dazukaufen. Nein, keine Duplexgaragen, meist Vierfach Parker. Normalerweise sind nur Einzel TG Stellplätze rentabel, da alles andere immer teurere Reparaturen  / Wartungen und Stromkosten auf sich zieht - so dass bei Vermietung nicht mehr viel von den Mieteinnahmen übrig bleibt.

- im Vergleich zu einer Bestandswohnung gibt es keinerlei Rücklagen bei einem Neubau. Die neue Eigentümergemeinschaft muss in den folgenden Jahren erstmal über höheres Wohngeld eine entsprechende Rücklage aufbauen.

- obwohl es sich um einigermaßen energieffiziente Wohnungen handelt (nach einem 3 Jahre alten Standard?), wenn auch keine Passiv-Häuser - werden die Nebenkosten nicht niedriger sein als bei irgendwelchen Altbau Wohnungen.

Der Grund: die relativ großen Grünanlagen müssen gepflegt werden, die Fassaden zur stark befahrenen Auenstrasse öfters gereinigt werden (wahrscheinlich eine externe Reinigungsfirma mit entsprechenden Kosten) - und im Allgemeinen wird bei großen Eigentümergemeinschaften ein effizientes wirtschaften kaum möglich sein.

- Frühestens Mitte 2015 wird das ganze fertig. Es ist schwer eine Bank zu finden, die das mitmacht - und wenn nicht ohne Bereitstellungszinsen über 3 Jahre. Dies macht einige (Zig-)Tausend Euro an Zinsen aus (je nach Kaufpreis) - und muss bei Vergleich mit anderen Immobilien zum Kaufpreis dazugerechnet werden. Auch hat man bis 2015 keine Mieteinnahmen. Steuerlich wird es auch schwer, eine Gewinnerzielungsabsicht in 3 Jahren zu belegen, um bis dahin die Verluste steuerlich abzuschreiben.

- zahlreiche rechtliche Streitereien mit den Nachbarn - da Bäume gefällt werden, die Baugrenzen/höhe angeblich nicht eingehalten wird, etc...

- der Westermühlbach soll offengelegt werden. Dies birgt immer auch ein erhöhten Risiko - die Tiefgarage könnte unter Wasser stehen (während oder nach dem Bau) - oder es könnte generell Probleme während dem Bau mit dem Grundwasser geben

- die Baywobau zahlt nur etwa 500 Euro Entschädigung für jeden Monat Bauverzögerung - die Kosten für den Käufer sind aber meist wesentlich höher!

- man kennt seine Nachbarn nicht (will man es selbst nutzen) - dies erfährt man frühestens und nur teilweise auf einem Notartermin - wenn es schon zu spät wäre

- wird der Rodenstockbau doch nicht durchgeführt (z.B. Bankenpleite, Insolvent der Baywobau...) steht man mit einer Hypothek ohne Wohnung da

- soweit ich gehört habe, steht die Bayerische Landesbank im Grundbuch an erster Stelle - läuft es schlecht, könnte man mit einer Erbpacht Wohnung am Ende dastehen?

- sitzt man auf dem Balkon zum Innenhof - sieht man direkt alle seine Nachbarn - und wird all seinen  Nachbarn beobachtet - Privatsphäre wie in einer kleineren Wohnanlage, gibt es hier sozusagen nicht wirklich - man fühlt sich sicherlich wie auf einem Präsentierteller

- als Kapitalanlage nicht wirklich interessant - auf lange Sicht. Die Rendite ist schlechter als bei einem Tagesgeldkonto, das Risiko ist aber weitaus höher und man halst sich mit einer Immobilie immer auch Arbeit und Verantwortung auf. Interessant hierzu auch folgender Blogpost mit einem Hinweis zu einem Artikel in der SZ: http://www.immobilienblogger.de/2012/03/boom-oder-blase-kritische-worte-zum.html

- die Versicherunskammer Bayern  und die Stadtsparkasse München haben also dort im großen Stil investiert- ein Zeichen für Sicherheit? Die Gegenfrage(n): Sind Sie eine Bank? Können Sie sich Geld für 0,5% leihen? Haben Sie ein paar Hundertmillionen oder gar Milliarden, die Sie vor dem Totalverlust schützen müssen? Nein? So geht es den meisten ;-) Leiht man sich selbst das Geld zu 3% oder mehr, ist die Mietrendite niedriger als die Einnahmen und man zahlt jeden Monat drauf. Mit einer extremen Wertsteigerung ist in nächster Zeit in München auch nicht mehr zu rechnen -  im Gegenteil: kommt endlich mal die lange herbeigerufene Wirtschaftskrise in der Realität an, verschwinden Arbeitsplätze etc... und es gibt es auch wieder eine Korrektur bei den extrem hohen Immobilienpreise, die sich bei dem Rodenstock Garten neben Banken und Versicherungen nur extrem wohlhabende Menschen leisten können, oder Gutverdiener, die nicht mit Geld umgehen können und von der Bank als Geldquelle betrachtet werden..

- da das Rodenstock Gelände für einen sehr hohen Preis gekauft wurde (ca. 65 Millionen Euro ?) - geht die Rechnung nur auf, wenn enstprechend viele Luxuswohnungen im Bereich von 750,000-1 Mio verkauft werden. Die meisten davon wollte offenbar bisher noch keiner haben - und man findet sie schon seit geraumer Zeit bei Immoscout. Was passiert also, wenn sich nicht genügend Käufer finden und einige überteuerte Wohnungen dann die gewünschte Summer einbringen? Stopp des Projekts, Abspeckung oder gar eine Insolvenz der Baywobau? Und warum ist man der Meinung man könnte 2012 - nachdem jeder Wohlhabende sein Geld bereits seit 3 Jahren mehr oder weniger sicher angelegt hat, immer noch mehrere  Wohnungen im Bereich von 1 Millionen verkaufen - bei einem Quadratmeterpreis ohne Steigerungsmöglichkeit nach oben aber mit großem Korrekturpotential nach unten?

- der Rodenstock Garten ist kein Luxus (Nähe zu den Zuggleisen, direkt an der stark befahrenen Auenstrasse, niedrige Decken, "nur" KfW 70, nicht mal ein Nullenergie oder Plusenergiegebäude, mehr oder weniger Standard-Baywobau Innenausstattung)  - nur der Preis ist Luxus. 2012 wäre es begrüssenswert jedes Gebäude zumindest als Passivhaus zu bauen, aber nicht als KfW70 Haus, bei dem man ständig die Fussbodenheizung laufen lassen muss, damit es nicht zu sehr abkühlt und trotzdem jeden Monat fast genau so viele Nebenkosten hat wie bei einem Altbau von vor 150 Jahren. Für mich wäre ein Verkaufsargument, fast keine Nebenkosten zu haben (z.B. Sonnenkollektoren, Solaranlage, zusätzliche Stromerzeugung über die Heizung, wärmeisolierte Ziegel auf Steinbasis ohne Kunststoffe oder Chemie, eigenes TV Netz und Glasfasernetz für gemeinsames Internet). Auch wäre es mal zur Abwechslung gut gewesen, die Gewerberäume in der Eigentümergemeinschaft zu lassen, und die Mieteinnahmen in die gemeinsame Kassen fliessen zu lassen um 0 Euro  Nebenkosten zu haben!

- durch das Gelände fließt der Westermühlbach - allerdings in einem begradigten Betonbett - zur einen Seite die Wand der Tiefgarage mit Lüftungsschlitzen. Das wird 100% nach Fertigstellung nicht toll aussehen und eher "versifft" aussehen als schön - insbesondere wenn sich die Betonwand dann mit Algen und Schmutz ablagern. Besser wäre es gewesen eine natürliche Begradigung einzuplanen.

- der grösste Minuspunkt ist die Architektur - vor allem im Innenhof: Das Innenhof Konzept passt zwar zum Viertel - früher waren Innenhöfer aber verschachtelt mit weiteren Gebäuden. Hier ist im Innenhof nur eine große Fläche - und jeder auf dem Balkon sieht jeden Nachbarn. Wie bei einem billigen Betonbunker. Luxus ist es seine Ruhe und etwas Diskretion zu haben - und nicht "Massentierhaltung"



Freitag, 8. Juli 2011

Warum gibt es bei Immobilienscout fast nur Makler Angebote?

Die meisten kennen Immobilienscout wahrscheinlich aus Anwendersicht, bei der Suche nach Miet- oder Kaufobjekten. Wie sieht es eigentlich aus Verkäufersicht aus?

Zunächst einmal muss man erstmal 40 Euro hinbälttern, damit die Anzeige überhaupt erscheint. Man hat auch die Wahl 400 Euro für eine permanente Anzeige zu zahlen. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum Makler die guten Angebot nach kurzer Zeit wieder rausnehmen: anstatt wieder Geld für eine Anzeige zu bezahlen, wird die vorhandene Anzeige re-cycled, Texte und Bilder getauscht, und danach wieder online gestellt. Dann hat man zwar nur 30 statt 100 Interessenten, aber für den Makler ist das egal - so lange er für den Verkäufer einen Käufer vermittelt.

Wie sieht es mit der Resonanz aus?

Bei einer halbwegs-vernünftigen Wohnung in München, gehen gleich in den nächsten Minuten und Stunden schon Anfragen ein - auch wenn ein Großteil davon von Maklern stammt.

Typische Antwort:

Individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt, bieten wir Ihnen Dienstleistungen für den erfolgreichen Verkauf Ihrer Immobilie. Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner der Ihnen beratend zur Seite steht. Sie profitieren von unserer Kompetenz und Erfahrung im Verkauf durch langjährige Tätigkeit als dienstleistungsorientiertes Unternehmen auf dem Münchner Immobilienmarkt.  Ein umfassendes Netzwerk an Immobilieninteressenten stellen wir Ihnen zur Verfügung. Professionelles Marketing, Erstellung von hochwertigen Exposés, zielgerichtete Werbung usw. sind selbstverständlich. Klare und eindeutige Vereinbarungen die wir mit Ihnen treffen geben Ihnen die Sicherheit dass keine versteckten Kosten entstehen. Wir sparen Ihnen Ärger, Zeit und einen Besichtigungstourismus. Alle anfallenden Arbeiten, wie die Organisation der Besichtigungstermine bis hin zur kompletten Kaufvertragsabwicklung und Notartermin übernehmen wir natürlich ebenfalls für Sie. Für eine Beratung sind wir gerne jederzeit unter XXXXXXXX

D.h., gibt man als normaler privater Anwender bei Immoscout eine Anzeige auf, wird man von Maklern so lange genervt, belabert und quasi fast schon terrorisiert, bis man nachgibt und seine Immobilie über das Maklerbüro verkaufen lässt.

Ein weiterer Grund, warum es fast nur Makler Angebote gibt:

Ein normaler Verkäufer verkauft seine Immobilie zu dem Preis, den eine Immobilie wert ist - und dadurch wird die Immobilie auch recht zügig verkauft. Ein Makler hat die Masche, den maximal möglichen Preis zu verlangen, damit die Provision auch möglichst hoch ausfällt - dabei ist es egal ob der Käufer etwas überteuertes erwirbt oder nicht. Dadurch, dass aber der Kaufpreis so hoch ist, stehen diese Anzeigen wesentlich länger online als Anzeigen von Privatverkäufern. Makler denken so: "Man muss nur lange genug warte, bis ein Dummer kommt". Dadurch ist Immobilienscout mit Makler Angeboten voll, die meist schon sehr lange online stehen und extremst überteuert sind. Irgendwann kommt schon ein reicher Schnösel daher, der die Immobilien kaufen kann - und bei dem die Frau das sagen hat - und der das wirtschaftliche egal ist.