Montag, 12. Dezember 2011

Der Münchner Immobilienmarkt - Ende der Fahnenstange erreicht

Den Münchner Immobilienmarkt kann man in etwa mit dem Spiel "die Reise nach Jerusalem" vergleichen - wenn jeder Platz besetzt ist, viele Leute noch herumstehen und die Musik trotzdem weiterläuft.

Wer jetzt keine Immobilie in München besitzt, kann es auf absehbare Zeit vergessen. Mit sehr viele Glück, könnte man zwar nach Monate langem warten etwas finden - aber dann muss man sehr schnell sein und zuschnappen. Besichtigungen sind meistens während der Arbeitszeit und wenn man nicht sofort zusagt, ist die Immobilie weg - und immer beim ersten Besichtigungstermin. Manchmal kommt es auch zu einem Gebotsverfahren und schon wird es überteuert - und man sollte lieber die Finger davon lassen.

Wenn man es recht betrachtet, wäre jetzt der ideale Zeitpunkt zu verkaufen - soviel Geld wird man nie wieder bekommen, denn der Markt ist leergefegt und die Zinsen haben den Tiefpunkt erreicht und nehmen wieder Anlauf nach oben. Je teuerer das Geld wird, desto unrentabler wird die Immobilienfinanzierung - und desto attraktiver das Tagesgeld. Bereites jetzt schlägt Tagesgeld die Mietrendite vieler Münchner Immobilien in guter Lage.

Auch gilt: Je schlechter eine Immobilie, desto höher die Mietrendite (Kellerwohnungen, Wohnungen an stark befahrenen Strassen, DG Wohnungen und Wohnungen ohne Aufzug). Denn ob sich 100 bei einer Wohnung als Mieter melden oder 5 ist egal - so lange der Mieter am Ende die gleiche Miete zahlt. Und schöne Wohnungen haben meist die gleiche Miete pro Quadratmeter wie hässliche Wohnungen - und wenn sind die Unterschiede minimal, der Kaufpreis hingegen ein Unterschied wie Tag und Nacht. Um sich jetzt noch eine schöne Altbau Wohnung in guter Lage kaufen zu können, muss man Millionär sein. Aber wenn man Millionär ist, kann man meistens auch mit Geld umgehen und investiert sinnvoller. D.h. der idealer Käufer ist einer, der soviel Geld hat, dass er überhaupt nicht mehr über Rendite nachdenkt und den Immobilienkauf wie den Kauf einer Luxuskarosse betrachtet: Geld ausgeben - nicht investieren.

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